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29.07.2016

ANGEHENDE KLIMALOTSEN MACHEN STATION BEIM ZAKB

Gruppe Kinder und Jugendlicher erfährt beim Bergsträßer Zweckverband wie regionale Abfallwirtschaft und Energiewirtschaft im Sinne des Klimaschutzes zusammenfinden


Wenn die Kinder und Jugendlichen, die sich einmal im Monat im Naturschutzzentrum Bergstraße als Gruppe  treffen und sich dem Thema Klimaschutz widmen, morgens in die Schule gehen, sehen sie in schöner Regelmäßigkeit Mülltonnen, braun, grün, schwarz, mit der Aufschrift ZAKB am Wegrand, bereitgestellt zur Leerung. Mancher von ihnen weiß schon seit Langem: Die vier Buchstaben ZAKB stehen für Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße, also für die Müllabfuhr. Eine scheinbar klare Sache. Der eine oder andere aus der Gruppe mag deshalb gestaunt haben, als er jetzt Gast beim ZAKB auf dessen Areal bei Hüttenfeld war und erfahren hat, dass der Verband weit mehr ist als die Müllabfuhr. Der ZAKB ist auch Energieerzeuger und trägt damit zum Klimaschutz bei.

 

Das Gelände des ZAKB war einst Mülldeponie, inzwischen ist es renaturiert und zum Energiepark geworden. Die Mädchen und Jungens, die in einem Projekt des Naturschutzzentrums in Zusammenarbeit mit der Stadt Bensheim eine Ausbildung zu Klimalotsen machen, bekamen bei ihrer Visite einen Einblick in den Wandel des Zweckverbands, der Müllabfuhr, Mülltrennung, Wertstoffwiederverwertung und mehr und mehr auch das Gewinnen regenerativer Energien unter seinem Dach vereint. „Klimaschutz fängt vor Ort an, und wir als Abfallzweckverband können einen Beitrag dazu leisten. Kurze Wege in der Abfallwirtschaft gehören dazu, ebenso das Nutzen von Synergien zur umweltschonenden Energieerzeugung. Das wollen wir zeigen“, so Gabriele Köhler und Roland Lulay beim ZAKB anlässlich des Besuchs der Kinder und Jugendlichen. Die angehenden Klimalotsen sollen für den Klimaschutz sensibilisiert werden. Eigenes Experimentieren gehört dazu, aber eben auch Informationen rund um das Thema an Stellen, wo dies zumindest im ersten Moment vielleicht gar nicht unbedingt so zu erwarten ist.

 

Vor Ort erklärten Mitarbeiter des ZAKB, warum Abfallwirtschaft und Energiewirtschaft gut miteinander funktionieren und warum der ZAKB mit der Energiewirtschaft ein zweites Geschäftsfeld erschlossen hat. Aus Abfall lässt sich Energie gewinnen - Wärme, Strom. In großen Anlagen, in die der Restmüll aus dem Kreis Bergstraße gebracht wird, aber auch vor Ort in der Region. Dazu gehört beispielswiese eine Anlage wie sie der Zweckverband am Bergsträßer Kreiskrankenhaus in Heppenheim betreibt, um Holzhackschnitzel, also Grünschnittabfall, zu verwerten. Oder eine hochmoderne Biogasanlage, gleichfalls in Heppenheim, wo aus den Abfällen aus den Biotonnen des gesamten Kreisgebiets Energie erzeugt wird. Zudem hat der Zweckverband weitere Möglichkeiten der Energiegewinnung erschlossen. Auf Dächern mehrerer seiner Hallen und auf dem Hügel der stillgelegten Deponie stehen Photovoltaikanlagen.

 

Den Kindern und Jugendlichen eröffneten sich an diesem Nachmittag beim ZAKB interessante Perspektiven. Bei einem Rundgang über das Areal und mit einem Film bekamen sie einen Eindruck von der Arbeit des Zweckverbandes und dessen erklärtem Bestreben, den Klimaschutz zu fördern. Dazu passt gut, dass die riesigen der Natur zurückgegebenen Deponieflächen von einer Schafherde beweidet werden – umweltfreundliche Grünpflege. Bei einem Quiz war auch dies Thema. Zudem gab es Tipps für die Kinder und Jugendlichen wie sich Abfall vermeiden lässt und dazu die Botschaft: Weniger Abfall produzieren ist gleichfalls ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz. Auch das ist ganz im Sinne des Projekts, das die Mädchen und Jungens zu pfiffigen und überzeugten Klimalotsen machen soll und über das es seitens des Naturschutzzentrums Bergstraße heißt: „Ziel ist es, Verständnis und Begeisterung für den Klimaschutz mit all seinen Aspekten zu vermitteln.“