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02.03.2021

ERFOLGREICH DURCH DIE PANDEMIE

ZAKB ringt mit Mehrabfall und erwirtschaftet Jahresplus


Viel zu tun im Coronajahr für unsere Kollegen auf der Straße und den Wertstoffhöfen

Steigende Abfallmengen, großer Andrang an den Wertstoffhöfen, umfangreiche Hygienekonzepte: Die Corona-Pandemie forderte auch die Abfallwirtschaft im Kreis Bergstraße heraus. Bei unserem Jahrespressegespräch am Dienstag, 2. März 2021 zogen wir dennoch eine positive Bilanz. „Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen wir eine Zunahme von Abfällen im Kreis Bergstraße. Allein in der kommunalen Einsammlung hatten wir 2020 rund 130.000 Behälterleerungen mehr als im Vorjahr“, so Gerhard Goliasch, Geschäftsführer des ZAKB.  Was daheim nicht mehr in die Tonne passt, brachten die Bürgerinnen und Bürger zu den Wertstoffhöfen. Auch dort stiegen insbesondere der Grünschnitt, Verpackungsabfälle und Elektroschrott an. „Trotz der enormen Abfallmengen und Anforderungen an den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter ist es uns gelungen, ein positives Jahresergebnis zu erzielen und in der gesamten Pandemiezeit stets ein Entsorgungsangebot aufrechtzuerhalten“, erklärte Goliasch. Selbst als im Frühjahr 2020 ein Teil der Wertstoffhöfe coronabedingt kurzzeitig schließen mussten, standen den Menschen das Abfallwirtschaftszentrum in Heppenheim und der Wertstoffhof in Lampertheim zur Verfügung – während die Wertstoffhöfe bundesweit in vielen Kommunen vollständig geschlossen waren.

Große Nachfrage bei Lernkoffern für Grundschulen und Kindergärten
Bei unserem Bildungsangebot für Grundschulen und Kindergärten gab es ebenfalls Positives zu berichten: „Unsere Lernkoffer für den Unterricht erfreuen sich großer Nachfrage. Trotz Pandemie wurde die Abfallwerkstatt seit November 2020 bereits über 15 Mal ausgeliehen und kann weiterhin von allen Grundschulen und KiTas im Kreis Bergstraße kostenlos für zwei Wochen bei uns gebucht werden.“ „Mit seiner Umweltbildung möchte der ZAKB schon die Jüngsten der Gesellschaft für den richtigen Umgang mit Abfällen sensibilisieren und rund um das Zukunftsthema Nachhaltigkeit aufklären“, fügt Landrat und Verbandsvorsitzender Christian Engelhardt hinzu.

Detektionssysteme für bessere Qualität der Bioabfälle
So auch beim Bioabfall. Denn trotz intensiver Aufklärungsarbeit landen immer noch zahlreiche Fremdstoffe wie Tüten, Gläser oder Verpackungen in den braunen Tonnen. Sie müssen mühsam aussortiert und anschließend als Restabfall verbrannt werden. Das kostet den Zweckverband und letztlich die Gebührenzahler jedes Jahr viel Geld. Um die Qualität des Bioabfalls zu verbessern, planen wir zwei unserer Fahrzeuge mit Detektionssystemen auszustatten, die den Inhalt der braunen Tonnen im Kreis Bergstraße auf Fremdstoffe scannen. Bevor die Fahrzeuge in den Einsatz gehen, werden wir die Öffentlichkeit über das Vorgehen informieren.

Abfallmärkte wirken sich auf Entsorgungsangebot und Preise aus
Abschließend warfen wir noch noch einen Blick auf die Abfallmärkte. „Auch als kommunaler, nicht-gewinnorientierter Entsorger sind wir von den Entwicklungen auf den Abfallmärkten abhängig. Sie haben wesentlichen Einfluss auf unser Entsorgungsangebot und die Preisgestaltung“, erklärte Goliasch. Während sich zum Beispiel die Papierpreise in den letzten Monaten von einem sehr niedrigen Niveau etwas erholt und die Erträge verbessert haben, bleiben die Aussichten auf dem Altkleidermarkt weiterhin düster. Beim Restabfall wiederum steht eine mögliche CO2-Besteuerung von Müllheizkraftwerken im Raum, die sich auch in Form steigender Verwertungskosten für uns äußern könnten.