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14.07.2020

MÜLL IM ALTKLEIDER-CONTAINER

Essensreste, Bauschutt, Windeln: Falsch entsorgte Abfälle in den Altkleider-Containern verursachen jährlich hohe Kosten für alle Gebührenzahler.


„Auf Kosten der Allgemeinheit“: Müll in den Altkleider-Containern

„Vielleicht kann das noch jemand gebrauchen“ – so der erste Gedanke vieler Bürgerinnen und Bürger, wenn sie zu Hause ihren Kleiderschrank ausmisten. Damit ein ‚gutes Stück‘ nicht in der Tonne landet, sammeln wir mit rund 130 Containern alte Kleidung und Schuhe im ganzen Kreisgebiet, um sie anschließend an Textilrecycling-Firmen zu übergeben. Doch leider gelangen immer wieder Dinge in die Container und auf die Sammelplätze, die dort nicht hingehören.

Fehlwürfe verursachen hohe Kosten

„Unsere Mitarbeiter müssen täglich Abfälle aus den Altkleider-Containern sortieren, die einfach achtlos hineingeworfen werden – von Säcken voll Restabfall über Bauschutt und Windeln bis hin zu Pfannen und Elektrogeräten ist alles dabei. Hinzu kommen große Mengen illegal abgeladener Materialien, die neben den Containern deponiert werden“, so Gerhard Goliasch, Geschäftsführer des ZAKB. „Diese Sorglosigkeit verursacht jedes Jahr immense Kosten, die letztlich von allen Gebührenzahlern getragen werden müssen. Zudem erschweren die verunreinigten Kleider den weiteren Verkauf auf dem ohnehin schon nahezu kollabierten Altkleidermarkt“, so Goliasch weiter.

„Fast Fashion“ mit minderer Qualität belastet Altkleidermarkt

Seit Monaten befindet sich der Altkleidermarkt in einem Abwärtsstrudel. Während zum einen die große Warenmenge die Preise auf dem Textilrecycling-Markt fallen lässt, trifft das sogenannte „Fast Fashion-Phänomen“ die Verwerter ebenfalls hart: Textildiscounter und große Modeketten bringen in einem immer zügigeren Rhythmus neue Kleidung in zunehmend schlechterer Qualität in die Läden, die immer schneller entsorgt werden muss. Der Gedanke vieler Verbraucher „Kleiderspenden unterstützen (weltweit) Bedürftige“ trifft für die meisten Kleidungsstücke seit Langem nicht mehr zu. Kleidung ist zu einem weltweiten Massenprodukt geworden.

„Wer sicherstellen möchte, dass ein ‚gutes Stück‘ einen Mitbürger erreicht, sollte es bei der Kleiderkammer oder im Second-Hand-Laden abgeben“, sagt Goliasch. Die günstigen Synthetik-Fasern und Mischstoffe hingegen sind selbst für die weitere Verwendung beispielsweise in der Putzlappen-Herstellung oder in der Faserrückgewinnung kaum nutzbar. „Der Verbraucher hat mit seiner Kaufentscheidung einen erheblichen Einfluss auf diese Entwicklung“, so Goliasch weiter.

In Deutschland beträgt das Altkleideraufkommen laut Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BSVE) etwa 1,01 Millionen Tonnen pro Jahr – mit stetig steigender Tendenz. Im Kreis Bergstraße sammelte der ZAKB im Jahr 2019 rund 685 Tonnen ein.