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15.09.2020

SENIOREN-UNION ERKUNDET BIOGASANLAGE

Politikerinnen und Politiker der CDU Bensheim werfen einen Blick auf die Kompost- und Biogaserzeugung des ZAKB in Heppenheim.


CDU-Senioren besichtigen Biogasanlage | Bild: ZAKB

Rund 30.000 Gewichtstonnen Bioabfall verwerten wir jedes Jahr in unserer Biogasanlage – die gesamten Küchen- und Gartenabfälle von 270.000 Menschen im Kreisgebiet. Wie das funktioniert, erfuhren die Senioren der CDU Bensheim bei einer Führung am 14.09.2020 in Heppenheim.

Power für Pflanzen und den Kreis Bergstraße

„In der Biogasanlage erzeugen wir Strom, Wärme und hochwertigen Kompost aus den Küchenabfällen der Bergsträßer. So entsteht aus vermeintlichem Abfall Energie für Pflanzen und die Menschen in der Region“, erklärte der Anlagenleiter Siegfried Stolz den anwesenden Politikerinnen und Politikern in der Anlieferhalle der Biogasanlage Heppenheim. „Früher mussten wir die Abfälle in LKW verladen und hunderte Kilometer durch das ganze Land fahren, um sie zu entsorgen. Das ist seit dem Betrieb der Biogasanlage im Jahr 2014 Geschichte. Heute erfolgt die Verwertung vor Ort über kurze Transportwege und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende“, so Gerhard Goliasch, Geschäftsführer des ZAKB.

Nach einem kurzen Blick auf die frisch angelieferten Bioabfälle führte die Besucher ihr Weg am Blockheizkraftwerk vorbei zu den Gasspeichern und hinein in die Rotte- und Fermenterhalle – dem Herzstück der Anlage. In der Kompostlagerhalle standen die Gäste fassungslos vor dem Berg aus Unrat, den die Mitarbeiter des ZAKB aus den Bioabfällen herausfilterten. „Wie Sie sehen, landen immer wieder große Mengen Fremdstoffe wie Plastiktüten, Gläser oder Batterien in unserer Anlage. Sie stören unsere Abläufe und müssen mühsam aussortiert werden – das kostet Zeit und viel Geld“, so Goliasch.

„Biokunststoff“-Produkte sind keine Alternative

Neben den Kunststoff-, Glas- und Restabfällen stellen auch als „kompostierbar“ oder „biologisch abbaubar“ deklarierte Produkte den ZAKB vor große Herausforderungen. Viele Verbraucher greifen auf Einweggeschirr aus Plastik, Pappe, Holz oder neuerdings auch Bambus oder Palmenblättern zurück. Oder sie nutzen Tüten und Kaffeekapseln aus „Bioplastik“. Doch all diese Produkte müssen im Kreis Bergstraße über den Restabfall entsorgt werden, da sie für die Kompostierung in der Biogasanlage nicht geeignet sind. „Grundsätzlich sehen wir den Trend positiv, dass sich viele Verbraucher Gedanken über die Auswirkungen ihres Abfalls machen und auf Artikel aus nachwachsenden Rohstoffen zurückgreifen“, erklärt Goliasch. „Das Problem ist jedoch, dass sich diese Produkte zu langsam zersetzen. Sie haben keinen Mehrwert für die Herstellung von Kompost und müssen ebenso wie Plastik und andere Fremdstoffe aussortiert werden. Sonst können wir die strengen Vorgaben für unseren Kompost nicht einhalten. Letztlich landen all diese Dinge in der Verbrennung“, so Goliasch weiter.