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Fremdstoff-Detektoren für einen besseren Bioabfall

Die meisten nennen es Müll – für uns ist vieles davon Wert- und Rohstoff. Täglich sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Achse, um die nützliche Fracht in die richtigen Bahnen zu lenken und dafür zu sorgen, dass sie möglichst sinnvoll verwertet wird – als Baumaterial, als Basis für neue Produkte oder zur Energiegewinnung.

Die Natur als Vorbild

Großes Vorbild für den Abfallkosmos ist die Natur – genauer: ihre geschlossenen Kreisläufe. Ein Paradebeispiel für diese Idee ist die Herstellung von Kompost: Aus den Küchen- und Gartenabfällen der Bergsträßer erzeugen wir in unserer Biogasanlage jedes Jahr Strom und besten Biodünger. So wird aus vermeintlichem Abfall wieder grüne Energie für Menschen und Pflanzen in der Region.

Umgang mit Abfällen ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Damit die Verarbeitung gelingt, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Nur wenn Sie Ihre Abfälle richtig trennen, können wir die stetig strenger werdenden gesetzlichen Vorgaben unter anderem durch die Bioabfallverordnung (BioAbfV) einhalten. Sie schreibt beispielsweise Grenzwerte für den zulässigen Anteil falsch entsorgter Abfälle im Bioabfall vor und verpflichtet uns, diese zu kontrollieren und Maßnahmen zur Vermeidung solcher Fremdstoffe zu ergreifen, bevor wir die Bioabfälle in unserer Biogasanlage behandeln. Werden die Grenzwerte nicht eingehalten, sind wir gefordert, unsere Anlagen technisch weiter aufzurüsten – eine kostspielige Investition, die letztlich Sie als Gebührenzahlende treffen würde.

Seit Jahren machen wir daher mit Öffentlichkeitsarbeit auf die Herausforderungen durch die Fremdstoffe im Bioabfall aufmerksam und werben für eine korrekte Abfalltrennung: über die Medien, bei Veranstaltungen und Führungen sowie mit Fahrzeugbannern, Tonnenaufklebern, Plakaten und über digitale Kanäle wie Webseite, App und Instagram.

Doch leider landen immer noch zu viele Dinge in den braunen Tonnen, die dort nicht hineingehören und erschweren die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Zwei Phasen: Gelbe & Rote Karten

Im Sommer 2021 sind wir daher noch einen Schritt weitergegangen: Parallel zur fortlaufenden Aufklärungsarbeit wurden Sammelfahrzeuge mit elektronischen Detektionssystemen ausgestattet. Die Biodetektoren scannen die braunen Tonnen elektronisch auf falsch entsorgte Abfälle. Erkennt das System Fremdstoffe in einem Behälter, markiert der Müllwerker die Tonne mit einer Gelben Karte (Verwarnphase), die Hinweise zum richtigen Trennen gibt. Der Behälter wird trotz falscher Befüllung, erneut geleert. Anfang 2022 sind wir in den Regelbetrieb übergegangen: Seitdem werden falsch befüllte Tonnen mit einer Roten Karte versehen, nicht mehr geleert und müssen nachsortiert oder gegen Gebühr als Restabfall entsorgt werden.

Was gehört in die Biotonne – und was nicht

Grundsätzlich gehören alle Küchen- und Gartenabfälle in die braune Biotonne – lose, eingewickelt in Zeitungspapier oder verpackt in eine Papiertüte.

Als „kompostierbar“ oder „biologisch abbaubar“ deklarierte Plastiktüten und -produkte wie Geschirr oder Kaffeekapseln dürfen nicht in den Bioabfall. Sie zersetzen sich in unseren Anlagen nicht schnell genug und müssen daher mühsam aussortiert und als Restabfall entsorgt werden.

Das darf in die Biotonne (Auswahl):

Obst-, Gemüse- und Salatabfälle, Eierschalen, Knochen und Fischgräten, Kaffeesatz und -filter, Teebeutel, Frittierfett aufgesaugt in Zeitungspapier oder Küchenkrepp, Lebensmittel ohne Verpackung, Gartenabfälle wie Blumen, Rasen- und Grünschnitt, Rinde, Schalen von Zitrusfrüchten

Das darf nicht in die Biotonne (Auswahl):

Plastikbeutel ("biologisch abbaubar", "kompostierbar"), Glas, Staubsaugerbeutel, Asche, Windeln, Zigarettenkippen und Tabak, Tierkot

Unsere Trennanleitungen in viele Sprachen finden Sie kostenlos hier zum Download.

Richtig trennen leicht verpackt

Um das richtige Trennen zu erleichtern, bieten wir den farbenfrohen Abfallbehälter BiOTONi an. Der praktische Alltagshelfer ist spülmaschinenfest, lässt sich luftdicht verschließen und sieht in der Küche auch noch prima aus. Erhältlich ist der BiOTONi für 10 EUR auf zahlreichen ZAKB-Wertstoffhöfen sowie in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen im Kreisgebiet.