ZAKB-Verbandsversammlung tagt in Hüttenfeld

Verbandsversammlung des Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) befasst sich mit dem Wertstoffhofsystem im Kreis Bergstraße

(Lampertheim-Hüttenfeld, 16. Juni 2026) Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) hat am 16. Juni 2026 in Hüttenfeld getagt. Zu den zentralen Themen der Sitzung zählten der Jahresabschluss 2025, die künftige Gebührenentwicklung, die Entsorgung freigegebener Abfälle aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Biblis sowie die weitere Digitalisierung des ZAKB.

Jahresabschluss und Gebührenstabilität im Fokus

Für das Geschäftsjahr 2025 weist der ZAKB einen geplanten Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 1,82 Millionen Euro aus. Gleichzeitig befasste sich die Verbandsversammlung mit der Gebührenstabilität. Derzeit geht der Verband davon aus, dass die vorhandenen Rücklagen die steigenden Kosten ab 2027 nicht mehr vollständig ausgleichen können und eine Gebührenanpassung erforderlich wird. Um starke Gebührensprünge zu vermeiden, soll die Gebührenkalkulation ab 2027 auf einen zweijährigen Kalkulationszeitraum umgestellt werden. 

Verhandlungen über Gesamtlösung für Biblis-Abfälle

Nachdem die beteiligten Akteure ihre Bereitschaft signalisiert hatten, die Gespräche zur Entsorgung der freigegebenen Abfälle aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Biblis wieder aufzunehmen, konnten die Verhandlungen in den vergangenen Monaten deutlich vorangebracht werden. Gegenstand der Gespräche ist eine gemeinsame Vereinbarung, die die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Entsorgung sowie die Beilegung bestehender Streitigkeiten regeln soll. Ziel ist eine rechtssichere Gesamtlösung, die eine zeitnahe Entsorgung ermöglicht und die Erfüllung der gesetzlichen Entsorgungspflichten des ZAKB sicherstellt. Die Beteiligten streben einen zeitnahen Abschluss der Verhandlungen an.

Digitalisierung und interkommunale Zusammenarbeit

Auf der Agenda stand zudem die weitere Digitalisierung des Verbands. Mit dem geplanten Beitritt zur ekom21 stärkt der ZAKB seine Mitwirkungsmöglichkeiten bei Digitalisierungsprojekten und beim Ausbau kommunaler IT-Lösungen.

Wertstoffhof Bürstadt

Der Neubau des Wertstoffhofs Bürstadt verläuft weiterhin planmäßig. Nach Abschluss der Tief- und Straßenbauarbeiten folgen die Ausstattung des Standorts sowie die Installation der technischen Komponenten. Parallel startet die Testphase für die digitalen Angebote. Die Eröffnung des neuen Wertstoffhofs ist im dritten Quartal 2026 vorgesehen.

Erweiterung AWZ

Die Erweiterung des Abfallwirtschaftszentrums (AWZ) befindet sich nach Abschluss wesentlicher Schritte der Bauleitplanung in der nächsten Projektphase. Mit der Beauftragung der Fachplaner für Tiefbau, Hochbau und technische Gebäudeausstattung wurde die konkrete Fachplanung gestartet.

Nach aktuellem Planungsstand wird eine Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2029 angestrebt.

Positives Jahresergebnis bei Tochtergesellschaft

Ebenfalls behandelt wurde der Beteiligungsbericht 2025 der hundertprozentigen Tochtergesellschaft des ZAKB. Nach einem negativen Ergebnis im Vorjahr schloss die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2025 wieder mit einem Jahresüberschuss ab. Chancen für die weitere Entwicklung sieht das Unternehmen insbesondere in der Digitalisierung der Wertstoffhöfe sowie einer verbesserten Wertstoffvermarktung. 

Weitere Themen der Sitzung

Darüber hinaus standen der erste Controllingbericht 2026 sowie die Bestellung des Jahresabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2026 auf der Tagesordnung. Der Controllingbericht informiert über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Verbands und die wichtigsten Leistungskennzahlen des laufenden Geschäftsjahres. Mit der Bestellung des Jahresabschlussprüfers wurden zudem die Voraussetzungen für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses 2026 geschaffen.

Über den Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB)

Als kommunaler Entsorger sammelt, verwertet und beseitigt der ZAKB alle Abfälle aus privaten Haushalten im Kreis Bergstraße. Gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft, der ZAKB Energie und Dienstleistungs GmbH, beschäftigt er rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt zahlreiche eigene Anlagen an mehreren Standorten in der Region – von einem Abfallwirtschaftszentrum, über Wertstoffhöfe und Sammelstellen bis hin zu einem Energiepark. Durch die Nutzung von Sonne, Biomasse und Deponiegas versorgt der ZAKB mehrere hundert Haushalte mit Wärme und Strom aus erneuerbaren Energieträgern. So leistet der Zweckverband einen Beitrag zur Energiewende im Kreis Bergstraße.